02.05.2019

Konfliktklärung – Warum sie Chefsache sein sollte!

Im Büro herrscht mal wieder dicke Luft. Die Stimmung ist eisig. Man redet gar nicht mehr miteinander, nur noch übereinander oder aneinander vorbei. Spätestens jetzt sollte der Chef handeln.

Konflikte senken die Produktivität in Unternehmen um 25 Prozent – das hat eine Studie der KPMG herausgefunden. Aufgabe einer Führungskraft sollte daher sein, ein konfliktfreies Umfeld für die Mitarbeiter zu schaffen. Was es dazu braucht, sind diese vier Konfliktklärungs-Kompetenzen:

Kompetenz 1: Selbstreflexion – sich bei sich selbst gut auskennen
Wenn Sie Menschen führen, sollten Sie in der Lage sein, Ihr eigenes Denken, Handeln und Fühlen zu reflektieren. Nur so können Sie verstehen, weshalb Sie sich so verhalten, wie Sie sich verhalten, und welche Gefühle das vermutlich bei anderen auslöst.

Kompetenz 2: Empathie – die Gefühle der anderen verstehen
Die eigene innere Haltung zu kennen, ist die Voraussetzung, um andere Menschen zu verstehen und sich in sie einfühlen zu können. Dafür brauchen Führungskräfte Empathie – die Fähigkeit, Empfindungen, Gedanken, Motive und individuelle Persönlichkeitsmerkmale des anderen wahrzunehmen, zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren.

Kompetenz 3: Impulssteuerung – den inneren Autopiloten stoppen
„Ich muss meine Emotionen ungefiltert rauslassen. Ich kann einfach nicht anders.“ Diese Ausrede für emotionale Aussetzer in Konflikten gilt nicht. Zwar sind Verhaltensmuster in den Netzwerken unseres Gehirns festgeschrieben, sie lassen sich aber in Lern- und Übungsprozessen verändern. Das heißt: Es liegt allein in Ihrer Hand, ob Sie durch ein bestimmtes Verhalten Konflikte begünstigen oder klären.

Kompetenz 4:  Metakommunikation – über Konflikte sprechen
Metakommunikation ist die „Kommunikation über die Kommunikation und Kooperation“. In Konflikten stehen selten inhaltliche Themen im Vordergrund, sondern häufiger die Art und Weise der Zusammenarbeit. Als Führungskraft ist es Ihre Aufgabe, Konfliktgespräche über diese Themen zu führen bzw. zu moderieren.

Fazit: Konflikte sind wichtig. Sie bringen Dinge in Bewegung und im besten Falle Menschen wieder miteinander ins Gespräch. Die Fähigkeit, als Führungskraft erfolgreich mit Konflikten umzugehen, ist ein langer Prozess, der nicht von heute auf morgen abgeschlossen ist. Nutzen Sie die Chance, ihre Konfliktklärungs-Kompetenzen jeden Tag zu optimieren. Das Buch „Konflikte klären ist Chefsache“ hilft Ihnen dabei.

Konflikte kosten Zeit, Geld und Nerven. Sie zu klären, ist Aufgabe des Chefs. Dieses Buch liefert eine praxisnahe Anleitung, um die nötigen Konfliktklärungs-Kompetenzen zu perfektionieren. Es zeigt, wie Konflikte entstehen, welche Konfliktarten es gibt und warum sie ein „notwendiges Übel“ in Unternehmen sind. Durch konkrete Praxistipps, Fallbeispiele, Übungen und Leitfäden lernt der Leser, Konfliktgespräche vorzubereiten und erfolgreich durchzuführen. Modelle wie die Lebensmotiv-Analyse, das Riemann-Thomann-Kreuz oder die Verhaltenspräferenzanalyse helfen der Führungskraft, die eigene Persönlichkeit und die ihrer Mitarbeiter zu verstehen.

Autorenprofile:
Barbara Kramer (Köln) ist Diplom-Psychologin und zertifizierte Klärungshelferin. Seit 1998 arbeitet sie als selbstständige Beraterin in Unternehmen mit dem Arbeitsschwerpunkt Konfliktklärung, Stärkung von Konfliktkompetenzen und Konfliktprophylaxe.
www.consulting-kramer.com

Frauke Ion (Köln) ist Organisationsberaterin, Trainerin, ausgebildeter Business Coach und für zahlreiche diagnostische Instrumente zertifiziert. Nationale und internationale Unternehmen schätzen ihre Erfahrung in der ganzheitlichen Organisationsentwicklung sowie ihr Wissen über diagnostikbasierte Persönlichkeitsentwicklung.


www.institut-fuer-persoenlichkeit.de; www.ion-international.de